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Alexander-Technik

als Schlüssel zur Klassischen Reitkunst

Reiten und überhaupt der Umgang mit dem Pferd ist für viele Menschen faszinierend, und es scheinen immer mehr zu werden, die sich vom Mythos Pferd angezogen fühlen.

Gemeinsam ist allen Reitern der Wunsch nach Harmonie mit dem Pferd, und genau dies ist schon seit Jahrhunderten Thema der Klassischen Reitkunst. Aber wie jede Kunst ist auch die Reitkunst nicht leicht zugänglich, denn sie fordert vom Lernenden Bereitschaft zur persönlichen Transformation.

Die Gesetzmäßigkeiten einer Kunst sind vorgegeben, sie ergeben sich aus der Natur von Mensch und Tier und haben biologische, anatomische, physikalische, geistige und seelische Aspekte. Die Schwierigkeit liegt darin zu lernen, sich gemäß diesen Gesetzmäßigkeiten zu verhalten.

Im Erlernen, Akzeptieren und Anwenden der Gesetzmäßigkeiten verwirklicht der Kunstausübende seine Freiheit.

Das Erlernen der Kunst des Reitens setzt fachliches Wissen und persönliche Reife voarus. Aber auch wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es noch eine riesige Hürde: Die Kunst des Reitens erfordert körperliche Stabilität, Flexibilität und Fühlfähigkeit gleichzeitig.

Körperliche Balance in diesem umfassenden Sinn ist für die meisten Reiter schwer zu erlernen und wurde bisher noch kaum geschult.

Aber gerade in diesem Bereich liegt das größte Defizit an notwendiger systematischer Schulung.

Nun gibt es seit etwa einem Jahrhundert eine Methode, die sich mit der Optimierung menschlicher Bewegungssteuerung befasst: die Alexander-Technik. Sie versteht sich als Kunst einer menschlichen Selbststeuerung gemäß den natürlichen, biologischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten und kann so allen anderen Künsten als Grundlage dienen.

Mit Hilfe dieser Methode lassen sich komplexe Zusammenhänge in der Bewegungssteuerung von Reiter und Pferd erfassen und in überschaubare Lernschritte aufschlüsseln.

Nicht nur das Pferd soll sich zur Durchlässigkeit und zum Selbsttragen hin entwickeln sondern der Reiter gemeinsam mit ihm, und dies in einer verstehbaren und reproduzierbaren Systematik.

“Der gesamte Organismus, alles und jedes, ob nun physisch, mental oder geistig, wird von Dir in Muskelspannung übersetzt.”

F. M. Alexander

Gemeinsam ist allen Reitern der Wunsch nach Harmonie mit dem Pferd. Das Pferd ist das Spiegelbild des Reiters, und wenn Fehler auftreten, ist dies immer die Schuld des Reiters, nicht die des Pferdes! Die Alexander-Technik versetzt uns in die Lage, dem Pferd ein würdiger Partner zu sein.

Früher sah die Korrektur eines Sitzes wie folgt aus: "Bauch einziehen, Schultern zurück, Kopf hoch, Absatz tief!" - und der Rücken so steif wie ein Brett ... In dieser Haltung sind die Bewegungen des Pferdes fast unerträglich.

Die Alexander-Technik bringt Leichtigkeit und Eleganz in die Reiterei.

Nicht einzelne Körperbereiche werden angesprochen, sondern das Zusammenspiel des gesamten Körpers wird ins Bewusstsein gerufen. Ohne Anspannung sondern in Entspanntheit.

Körperliche und innere Balance ist für die meisten Reiter schwer zu erlernen und wurde bisher auch kaum geschult. Doch wie soll ein Pferd gelassen und gerade gerichtet vorwärtsgehen, wenn der Reiter schief und verspannt sitzt? Sitzt der Reiter aufrecht und dabei in schöner Selbsthaltung im Sattel, wird das Pferd ebenfalls seine Haltung verbessern. Viele Rückenprobleme bei Pferden und Reitern lassen sich hierdurch korrigieren oder können gänzlich verhindert werden.

Die Alexander-Technik versteht sich als Kunst einer menschlichen Selbststeuerung und -wahrnehmung gemäß den natürlichen biologischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

Am 28. und 29. Juni 2003 bieten wir einen Lehrgang in Alexander-Technik an.

Informationen hierzu finden Sie in der Rubrik ”Lehrgänge”.